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Warum Architektur in der Schule?

Themen der Architektur und Stadtplanung sind nach wie vor weit vom alltäglichen Denken und Erleben der meisten Menschen entfernt. Während für die bürgerliche Gesellschaft des 18. und 19. Jahrhunderts das Wissen über Architektur noch selbstverständlich zum humanistischen Bildungs­gut gehörte, ist es im Zuge der gesellschaftlichen Veränderungen mehr und mehr zu einem Sonderthema für Spezialisten gewor­den. Dabei gehen Architektur und Stadtplanung alle etwas an. Sie prägen nicht nur unsere Dörfer und Städte, sie prägen auch unsere Gesellschaft. Qualität kann nur der verant­wortungsbewusste, aufgeklärte Bürger einfordern. Umso sinnvoller ist es, in der Schule mit der Annäherung an das weite Thema der Architektur anzufangen. Von Kindesbeinen an die Lust an der Beschäftigung mit der gebauten Umwelt zu wecken und gleichzeitig Kriterien und Maßstäbe für die Beurteilung von architektonischer Qualität an die Hand zu bekommen, ist letztlich auch ein Geschenk an die Gesellschaft; denn aus den Schülern von heute werden die Bauherren und Ent­scheidungsträger von morgen.

Unter dem Motto "Architektur macht Schule" bieten die Akademie der Arcitekten- und Stadtplanerkammer Hessen, das Deutsche Architekturmuseum und die Gesellschaft der Freunde des Deutschen Architekturmuseums e. V. zahlreiche Möglichkeiten, um Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu baukultureller Bildung zu verschaffen. Durch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit Architektur, zum Beispiel in den Schulen, kann das Verständnis für Architektur in unserer Gesellschaft auf eine breitere Basis gestellt werden.

Auf vier Ebenen wird die Vermittlung von Architektur intensiviert und gefördert:

  • Architekturprojekte in den Schulen
  • Workshops und Führungen im Museum
  • Fortbildungsangebote für Lehrer
  • Erarbeitung von Lehrmaterial